Willkommen bei der Planungsagentur!

 

Alternative Planung jenseits des Mainstreams – wo es schwierig wird, da fängt es für die Planungsagentur an, spannend zu werden. Ich plane für Menschen und Initiativen, als Mittel der Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen. Träume und Ideale aufzeigen, Planung aus der Perspektive der Bürgerschaft – das ist mein Programm.

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Auf dieser Seite möchte ich Sie mit meiner Arbeit vertraut machen. Zahlreiche Projekte und Planungen habe ich in verschiedenen Zusammenhängen im Non-Profit-Bereich erstellt. Oft sollten sie als Teil von stadtpolitischen Kampagnen einfach nur Diskurse beeinflussen und haben dies auch getan. Über Kontaktaufnahme und Feedback freue ich mich!

Die Planungsagentur – Dipl.-Ing. Carsten Joost
0177-4912757
Email: carsten-joost@gmx.de

Leistungsangebot:
  • Machbarkeitsstudien, die ihren Namen auch verdienen: Lösungen, die nicht gegen den Willen der Öffentlichkeit durchgesetzt werden müssen. Nur die beste Lösung ist die richtige!
  • Alternative Bauberatung: Die Umwelt schonen und Kosten sparen.
  • Kampagnenberatung: Welche demokratische Methode ist die richtige für den jeweiligen Problemfall?
  • Planung von unten: Durchführung von Verfahren, in denen jede und jeder eine echte Chance zur Mitwirkung hat.
  • Bildungsangebote: Stadtführungen, Teilnahme an Diskussionsrunden, Lehrveranstaltungen
  • Planungsleistungen aller Art und Projektentwicklung in Teamarbeit - auch im Zuge meiner Mitarbeit im Büro Klinkenberg Architekten, Berlin-Kreuzberg (seit Feb. 2016)

 

Warum kommt die zeitgenössische Architektur nicht gut an in der Öffentlichkeit?
Eine Architekturkritik

 

lautiziaAus welchen Gründen auch immer – die meisten Geschossbauten bekommen keine Dächer mehr. Die kantigen oberen Abschlüsse vermitteln nur selten irgendeinen Charme. Entwickler freuen sich über “ein Geschoss mehr” oder bei einem Rücksprung über edle Dachlofts mit Terrasse. Die Gebäude stehen jedoch als “Kisten” da.
Warum spendiert man den Stadthäusern nicht wenigstens in Teilbereichen Dächer, z.B. in Steildachform?

1211Loggien verschwinden in der Fassade und werden zu tiefen dunklen Löchern. Das mag einem gewissen Ordnungs-
ansatz entsprechen – die Fassade ist glatt und homogen. Für die Bewohner ist das ärgerlich, denn man möchte ja möglichst “draussen” sein und nicht zwischen Wänden.
Warum sind Loggien nicht Teilbalkone – ein Bereich ist hinter der Fassade, ein anderer außerhalb – wie es immer war?

P1090658Die Erdgeschosse sind oft eine sterile Nutzungsmischung aus Tiefgaragen-
einfahrten, Technik/Müllräumen usw.
Damit entstehen keine urbanen Räume in der Stadt. Meist überwiegt das Ruhebedürfnis und Versprechen nach Exklusivität der Möglichkeit, mit einer Laden- oder gar Gastronomieeinheit öffentliche Angebote zu schaffen.
Erdgeschosszonen gehören eigentlich auch gestalterisch von der Regelfassade abgesetzt.

blockStädtische Ecken sind ein wichtiger Bereich der Gestaltung. Hier kann man Akzente setzen, sollte sich jedoch bewußt sein, dass Ecken einen wesentlichen Einfluss auf die Belichtungssituation und gefühlte Weitläufigkeit haben. Leider missbrauchen viele Architekten und Bauherren Eckbetonungen zur übermäßigen Selbstdarstellung.
Abgeschrägte Eckausblidungen werden in den  gründerzeitlichen Stadtteilen als urban empfunden. Es spricht kaum etwas dagegen, belebte Ecken schräg auszubilden – der Verlust an Wohnfläche ist marginal, der Gewinn für die Öffentlichkeit und Akzeptanz jedoch groß.

P1090673Schlechte Architektur führt zu sozialen Spannungen. Viele können sich die “modernen” Bauten nicht nur nicht leisten, sondern müssen diese auch tagtäglich in ihrem Lebensumfeld ertragen.
Es ist in höchstem Maße ärgerlich, dass der aktuelle Bauboom derart viele städtische Räume mit unsensiblen Bauten für immer belegt. Hier ist eine wichtige Diskussion verpasst worden.

Meine Architekturimpulse sollen einen Beitrag zum Umdenken leisten. Ich bin fest davon überzeugt, dass man auch heute noch urbane Räume schaffen kann. Man muss es nur wollen. Ein Artikel der Zeit “Es ist zum Klotzen – gleich wieder abreißen “ bringt die Problematik auf den Punkt.

betonZudem sollte der exzessive Einsatz von Beton im Geschosswohnungsbau aufhören. Man sollte im Mauerwerksbau wohnen dürfen, es gibt viele Gründe gegen den Betonbau. Dass Mauerwerksbau sinnvoll und möglich ist und welche weiteren bauphysikalischen Fragestellungen relevant erscheinen – dazu unter ÖkoBau mehr.