Paul-und Paula-Ufer

Ausgestaltung des Bebauungsplans Ostkreuz

 

bplan-webRückkauf Grundstückteil Investa

Vieles spricht dafür, das am Paul- und Paula-Ufer nicht alles so gebaut wird, wie es der Bebauungsplan vorsieht. Vor allem die südliche Hälfte des Investa-Grundstücks – heute WiderStrand – sollte zurückgekauft werden und eine Fläche des Gemeinbedarfs bleiben.

Die vollständige Umsetzung des Bauvorhabens der Firma Investa am östlichen Rand des Planungsgebietes hätte zur Folge, dass die Erweiterung der Kita “Seepiraten” nicht wie gewünscht westlich angedockt werden kann, sondern hinter deren Rückseite auf der Fläche der heutigen Spiel- und Sportanlage erfolgen muss. Diese beliebte Anlage würde verschwinden. Das kann nicht im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sein. Würde die südliche Hälfte des Bauvorhabens nicht umgesetzt, hätte eine kombinierte Freiflächennutzung einen hohen Wert für die Öffentlichkeit, wie die derzeitige Zwischennutzung beweist.

Sind das nicht Gründe dafür, dass das Land Berlin dem Eigentümer ein Rückkaufangebot für den unteren Bereich des Grundstücks macht, auf dem zwei langweilige Wohnriegel festgesetzt sind? Der große Block entlang der Hauptstraße könnte ja gebaut werden.

Zudem sollte mit den Entwicklern des “Wasserhauses” Coral World über eine Reduzierung der Gebäudeausdehnung geredet werden. Ich bin davon überzeugt, dass das Raumprogramm auch in einem etwas kompakteren Baukörper realisiert werden könnte, der mehr öffentliche Parkfläche gewährleistet. Die öffentliche Akzeptanz für das Projekt würde vor diesem Hintergrund steigen – das ist absehbar.

Visualisierung Vorher/Nachher PDF

 

 

Vor dem Beschluss des Bebauungsplans

Die Initiativen rund ums Ostkreuz haben die Unterstützung dieser Forderungen am 18.06.2019 beschlossen.

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Machbarkeitsstudie Paul-und Paula-Ufer, Rummelsburger Buchtbplan-web

 

Aktuell: Trotz eindrucksvoller Proteste wird nun leider der alte Bebauungsplan festgesetzt und der Verkauf der landeseigenen Flächen besiegelt.

  • Der historische Bestand an der Hauptstraße wird abgerissen
  • die vorhandene Kita muss wegen der geplanten Neubauten vom Wasser weg erweitert werden und verdrängt die beliebte Sportanlage
  • Das “Wasserhaus” Coral World wird große Teile des Parks in Anspruch nehmen
  • es entsteht ein autogerechtes Quartier, die Gebäude rutschen wegen der Straßen zu nah ans Ufer
  • die sozialen Nutzungen für Kinder und Jugendliche (Schule, Jugendtreff, Kita, Sportanlage) werden an den östlichen Rand der Bucht verdrängt, wo sie wahrscheinlich nicht so gut angenommen werden

 

Die Alternativplanung

 

Paul-und-Paula-Ufer-webAus Anlass der drohenden Festsetzung des Bebauungsplans XVII-4, was die Verkäufe der landeseigenen Grundstücke für Luxuswohnungen und eine “Coral World” besiegeln würde, habe ich exemplarisch die aktuellen Bedarfe in ein städtebauliches Gesamtensemble zusammengefügt.

Die Bevölkerungsentwicklung erfordert heute eine Umplanung zur Schaffung sozialer Infrastruktur – ein Schulstandort ist zu kreieren und die vorhandene Kita sinnvoll zu erweitern. Zudem geht es darum, den historischen Bestand zu sichern und mehr preiswerte Wohnungen als bisher geplant zu bauen. Deshalb muss der Verkauf der landeseigenen Grundstücke für Luxuswohnungen gestoppt werden.

Das Netzwerk “Initiativen rund ums Ostkreuz” unterstützt meinen alternativen Vorschlag zur Entwicklung des Paul-und Paula-Ufers. Schon 2012 haben wir zusammen wesentliche Planänderungen erreicht: Die vier Punkthäuser, die am Ufer parallel zur Kynaststraße geplant waren, entfiehlen und das alte Pumpenhaus sowie wesentlich mehr Freiflächen am Ufer sind gesichert worden. Zudem sind die nördlichen Zeilengebäude etwas gekürzt worden und ragen nicht mehr spitz zum Ufer hin.

Gemeinsam bringen wir uns nun wieder in die Diskussion ein und haben eine schöne Perspektive für das Paul-und-Paula-Ufer im Gepäck. Wir kooperieren dabei mit der Initiative “Bucht für alle”, die aufbauend auf unseren Planungsvorschlag einen etwas weitergehenden und sehr schönen Entwurf veröffentlicht haben.

Als PDF (1MB) HIER