Wettbewerbe

 

  • Neubau Rosa-Luxemburg-Stiftung am Postbahnhof 2015

Diese Wettbewerbsarbeit habe ich für das Büro Klinkenberg Architekten erstellt, bei dem mittlerweile angestellt bin. Schade für die Rosa-Luxemburg -Stiftung – es hätte das Rote Haus am Postbahnhof werden können, eine kleine Idylle.
Aus dem Erläuterungsbericht: „Eine „Politikmaschine“ entsteht, die vorspringenden Längsbereiche bilden einen großen Transformator der Bewegung mit den Eckbalkonen als „Kühlrippen“ gegen Überhitzung.“

Innen ist das ganze vielleicht ein wenig zu funktional ausgefallen, da hätte ich mehr Aufregung hineinbringen können. Insgesamt sind wir nicht weit gekommen im Wettbewerb. Weil im Wettbewerb 3D-Renderings untersagt waren, sind hier mal solche Bilder mit etwas Nachbearbeitung nachgereicht.
Das Modell ist ein 3D-Plot. Weil es nur 6×7 cm groß ist, konnte eine Menge Fummelarbeit vermieden werden.

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Der Wettbewerbsbeitrag:

Der erste Preis vom Büro Kim Nalleweg Architekten aus Berlin hat eine klare Sache gemacht, gut gelungen finde ich. Aber am Ende ist es aber ein weiteres Hochhaus und benötigt wegen Nutzflächenunterschreitung wahrscheinlich noch ein weiteres Geschoss.

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 Zum Wettbewerb

Sehr nettes offenes Verfahren, ungewöhnliche Ausstellung im alten ND-Gebäude, dessen dramatische Eingangsgeste natürlich für immer unübertroffen bleiben wird…

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  • Kunst- und Landschaftsarchitekturwettbewerb für das Bundesarchiv in Berlin 2011

Das Eingangssymbol – Die offene BiMetall-Schrift (Ausschnitt aus meinem Wettbewerbsbeitrag)

Diagonal gegenüber dem neuen Haupteingang ist ein weithin sichtbares Eingangssymbol angeordnet. Auf einem Sockel öffnet und schließt sich selbsttätig eine Bimetall-Skulptur, deren Scheiben aus aufeinander gewalzten Blechen besteht – die Oberseite aus Messing, die Unterseite aus Edelstahl. Dadurch verändert sich je nach Temperatur die Form der Scheiben: Wärme vergrößert die Wölbung der Auffächerung, niedrige Temperaturen lassen den Fächer zusammenschwenken. Die spezielle Vorwölbung der Scheiben bewirkt im Mittel eine ideale Erscheinung. Nachts schließt sich der Schriftenfächer, tagsüber symbolisiert er die Offenheit des Bundesarchivs.

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  • Wettbewerbsverfahren Entwicklungsgebiet D, Wien, städtebaulicher Realisierungswettbewerb 2009

Das neue Quartier LANDGUT
Das Landgut-Viertel wird ein urbaner Stadtbereich, der modellhaft die Maßstäbe der „gewachsenen“ Stadt aufgreift, mit viel Freiraum verknüpft und die bauliche Nutzung zugunsten räumlicher Qualitäten auf ein moderates Maß begrenzt. Unterschiedliche, dezentrale Platzbereiche schaffen vielerorts Aufenthaltsqualität. Durch die räumliche Fortführung des Columbusplatzes wird der Fußgängerbereich Favoriten an das neue Quartier angebunden. Das Landgut ist ein Ort für städtisches Leben mit einer breiten Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Shopping, Freizeiteinrichtungen, Gastronomie und sozialer Infrastruktur. Nach Westen, zum neuen Hauptbahnhof, sind die zentrumsnahen Funktionen gerichtet. Die Nutzungsdichte und Bauhöhe nimmt nach Osten hin ab, wo es viel Raum für Kinder und Jugendliche gibt.

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Freiflächen
Die hohe Durchgrünung leistet einen Beitrag zur Verbesserung des lokalen Stadtklimas. Das „Grüne Dach“ am südlichen Diagonaleingang setzt dazu einen besonderen Akzent. Die öffentlichen Freiflächen gliedern sich in vielfältige Bereiche mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten. Die Innenhöfe der Wohnanlagen sind entlang der Mietergärten öffentlich durchgängig. Ein Quartiers-zentrum stellt der Bereich um den Brunnen das gegenüberliegende Forum dar. Der südliche Platz mit Hochbeeten als Sitzmöglichkeiten führt den Columbusplatz stadträumlich fort und mündet am Geländesprung, der den Schulneubau mit dem Niveau der bestehende Wohnanlage an der Landgutgasse verbindet.

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Übersicht von Süden

214937-LandgutDer Wettbewerbsbeitrag Planungsagentur

4047123_bild2_grossDer Verfahrensausgang: Der erste Preis (Bild rechts) hat zwar mehr Baumasse (mein Beitrag unterschritt die geforderte Baumasse um rund 20%), dafür fehlen wesentliche Freiflächennutzungen. Meines Wissens ist auch fünf Jahre nach dem Wettbewerb noch nichts gebaut worden.

 

 

 


  • Städtebauliche Reparatur der Gesamtanlage der Meisterhäuser in Dessau 2008

Das Walter-Gropius-Besucherzentrum
Auf dem Grundriss des Gropiushauses entsteht ein multifunktionaler Pavillon, der einen markanten Auftakt für das Meisterhäuser-Ensemble bildet. Durch die Kombination aus Zitaten von Gebäudeelementen des Gropiushauses und modernen Einfügungen aus Glas entsteht im Gesamtzusammenhang eine würdige Stimmigkeit. Der Baukörper tritt dadurch nicht in Konkurrenz zu den Meisterhäusern, erscheint aber unverwechselbar als Neubau. Im Walter- Gropius-Besucherzentrum befinden sich der Ticketverkauf mit Garderobe im Foyerbereich, der Shop und das Meisterhäuser-Cafe (Vortragsraum) mit großzügiger Außenterrasse sowie die Infoebene im ersten Obergeschoss, die auch als Konferenzraum mit Teeküche dient.

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imageDer Verfahrensausgang: Im Wettbewerb 2008 waren historische Bezüge an das Original noch unerwünscht, ich brachte sie trotzdem. Entsprechend gelangte meine Arbeit nicht in den engeren Kreis. Einige Jahre später war plötzlich das Gegenteil der Fall und es sollte der alte Maßstab wiederentstehen.

Heraus kam etwas (Bild rechts), wozu in der Süddeutschen Zeitung die Frage gestellt wurde: “Ist das ein Haus? Ein Kubus mit messerscharf gezogenen Kanten und blinden Öffnungen, die aussehen als hätten sich ein paar Bausteine aus dem Computerspiel Tetris selbständig gemacht.”

 


  • Gestaltungswettbewerb für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin 2009

Der Freiheitsturm: Vom Dunkeln zum Licht (Ausschnitt aus meinem Wettbewerbsbeitrag)

Die freiheitlichen Bewegungen und die Einigkeitsbestrebungen der deutschen Geschichte werden in der begehbaren Skulptur Vom Dunkeln zum Licht erlebbar gewürdigt.

Auf den Fundamenten des ehemaligen Kaiserdenkmals erhebt sich der Freiheitsturm. Auf sechs Ebenen werden unterschiedliche Epochen der Zeitgeschichte dargestellt. Die Gewöl-beräume im Denkmalsockel bekommen einen Zugang und dienen als Ort für Ausstellungen. Überdeckt ist die Zentralrotunde mit einer Wasserschicht, die auf einer Plexiglasscheibe lagert und diffuses Licht in das Untergeschoss einlässt. Die Wasserschicht markiert das Ende der Monarchie und erinnert an die Flutung der Schlossbaustelle 1448 durch die Berliner Bevölkerung, dem „Berliner Unwillen“. Die Wasseranordnung schafft eine zusätzliche Aufenthaltsqualität.

Der Zugang zum Turmaufstieg führt über die Stehlen in der Wasserfläche und stellt für den Besucher eine Herausforderung dar. Das leichte Risiko ins Wasser zu treten und die Ungewissheit, ob dies erlaubt ist, setzt den Mut zur Grenzüberschreitung voraus, der den unterschiedlichen Bewegungen, denen gedacht werden soll, abverlangt war.

Der Aufstieg führt vorbei an Bildschirmen, die in den Hauptstehlen eingelassen sind. Sie bilden den Informationsschwerpunkt. Kombiniert sind diese Eindrücke mit den Ausblicken von den unterschiedlichen Ebenen auf diesen geschichtsträchtigen Ort. Die Begehbarkeit lässt den Besucher selbst zum Teil des Denkmals werden und verleiht dem Denkmal eine besondere Stellung und Popularität.

Nachdem man beim Aufstieg das Gedenken den freiheitlichen oppositionellen Bewegungen der Epochen der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und des Kalten Krieges durchschritten hat, ist man auf der obersten Ebene in der Gegenwart, im Licht angekommen und blickt auf das Zurückliegende herunter. Überspannt ist diese Ebene mit einer leichten Betonschale, die unregelmäßige Lichtöffnungen hat und dem Raum ein besonderes Raum- und Klangerlebnis verleiht. Eine letzte halbe Treppe führt zu einem kleinen Podest, an dessen Ende ein gekipptes Segment der Berliner Mauer vorgelagert ist. Hier wird in besonderer Weise an das Ereignis des Mauerfalls gedacht, das zum Ende des Kalten Krieges führte. Die Neigung nach vorne weist auf den Fortgang der Geschichte hin.

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  • Wettbewerb “Denkzeichen Georg Elser Berlin” 2010

Aus der Erläuterung: Das Denkzeichen Georg Elser befindet sich an der Ecke Wilhelmstraße/Voßstrasse. Dort bildet es eine Neudefinition der kleinen Grünfläche als Verweilort – der „Denkstelle“. Die gekrümmte Wandscheibe mit einer Höhe von 1,50m setzt einen starken Akzent zur Straße hin und überrascht im Vorbeigehen mit dem Wechselbild-Effekt auf der gerasterten Vorderseite. Auf der Innenseite entsteht ein Ort der Ruhe, des Gedenkens an Georg Elser. Man kann sich auf der elliptischen Sitzfläche „zu ihm setzen“.

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Das Wechselbild – Denkzeichen
Die Strukturierung des senkrechten Wandrasters hat den visuellen Effekt eines explodierenden Hakenkreuzes zum Thema. Beim Entlanggehen erinnern die ersten Zacken an ein Hakenkreuz, es löst sich im Weitergehen augenblicklich auf, fügt sich aber bald wieder zusammen. Schaut man in die andere Richtung entsteht der entgegengesetzte Effekt. Der inhaltliche Hintergrund ist der leider erfolglose Versuch Elsers, mit der Tötung Hitlers das Hakenkreuz-Regime zu beseitigen. Eine kurze Zeit war es in Auflösung, fügte sich aber – trotz Verluste – wieder zusammen. Diese kurzzeitige Erschütterung ist durch die Wechselbildanordnung ein wahrnehmbarer Eindruck, der beim Vorbeigehen oder -fahren entsteht.

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Was ist daraus geworden?

Der erste Preis (Bild rechts) hat die Aufgabe m.E. brilliant gelöst. Mein Beitrag (Bild links) hätte einen gänzlich anderen Raum erzeugt.

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  • Das neue Stadtmuseum Kassel (Ausschnitt aus meinem Wettbewerbsbeitrag) 

Das Stadtmuseum wird ergänzt durch ein neues Dachgeschoss sowie einer Hofüberbauung, in der sich die neue Erschließung befindet. Eine einläufige Freitreppe entlang der gläsernen Außenfassade dient als Aufgang, die bestehende Treppenanlage als Weg zum Verlassen des Museums. Die Hofüberbauung ist eine Stahlbetonkonstruktion, der Dachaufbau wird in Stahl ausgeführt. Es werden 1000qm Ausstellungsflächen realisiert sowie Sonderausstellungsflächen im Untergeschoss und auf der Dachterrasse.

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Im Gegensatz zum z.B. zweiten Preis (Bild rechts) ist mein Erweiterungsvorschlag (Dachgeschossaufbau) eine wirklich behutsame Lösung gewesen. Der erste Preis lässt das Dach wie es ist und baut eine Art Hochhaus hinter das Museum.

 

 

 

 


  •  DEPOTS UND WERKSTÄTTEN DER STAATLICHEN MUSEEN ZU BERLIN  2007

Das Ensemble repräsentiert die Berliner Museen auf höchstem Niveau. Durch die klare Gliederung der Funktionsbereiche entsteht am Standort Friedrichshagen ein nachvollziehbares Konzept der Lagerung der kostbaren Sammlungen, das auch in seinen Gebäudeproportionen die Öffentlichkeit überzeugen wird. Das selbständige Funktionszentrum des 1. Bauabschnittes bildet mit der Generaldirektion das Entree hin zu dem Anlieferungsbereich, der zwischen den Bauabschnitten den Baukörpern die Gliederung verleiht. Diese Zwischenriegel beherbergen auch die 5 Meter hohen Depots, wodurch sich die Technikaufbauten zwischen den Hauptdepots einfügen können. Dadurch kann die maximale Bauhöhe auf vier Geschossen optimal genutzt werden. Die Anordnung eines Sockelgeschosses macht die Lagerung auch im Untergeschoss möglich.

Die Freiflächen und Infrastruktur

Das kompakte Gebäudesystem ermöglicht einen hohen Freiflächenanteil, der Ausgleichsmaßnahmen auf dem Gelände ermöglicht. Auch der Verzicht auf die Anordnung der Energiezentrale im nördlichen Waldbereich ist ökologisch sinnvoll, diese ist im als Pavillon freigestellten südlichen Teil von Haus 4 untergebracht. Auch das Hauptgebäude von Haus 4 möchten wir aus Denkmalaspekten erhalten und schlagen die Nutzung als Showroom/Künstlerhaus Friedrichshagen vor. Das Haus bekommt einen separaten Eingang und ist vom Grundstück abgetrennt. Hier kann die breite Öffentlichkeit mit dem musealen Standort einbezogen werden.

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1Preis__3propertydefaultHier musste ich im Ergebnis wirklich mal sagen, dass der 1. Preis (Bild rechts) die Aufgabe offenbar besser gelöst hatte. Winkellösungen wie meine führen eben zu sehr weiten Wegen und wurden abgelehnt.

 

 

 

 

  • Botschaft – Kanzleigebäude, Republik Türkei – Wettbewerb 2007

Leider konnte ich krankheitsbedingt meine Arbeit nicht beenden, jedoch bin ich ein wenig stolz auf den Baukörper, wie er sich von der Straßenecke her zeigt.

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c229db15b148ea739fb59ec722722534_1Der erste Preis, der nun realisiert ist, sieht von der Ecke her gesehen, anders aus.

 

 

 

 

 

 

 

Städtebaulicher Ideenwettbewerb Bruderhausgelände – Neue Stadthalle Reutlingen 2006

Die neue Stadthalle bildet am westlichen Platzbereich ein markantes Symbol als Stadteingang, schirmt das Bruderhausgelände vom Verkehrslärm ab und öffnet sich mit einer großen Geste zum Platz hin. Dabei hält der Baukörper maximalen Abstand zur kleinteiligen Bebauung der Altstadt und ermöglicht die Anlage einer großzügigen Freifläche. Gemeinsam mit den Pavillons, den Terrassengärten, dem Forum und Amphitheater, der Open-Air-Bühne und nicht zuletzt dem bestehenden Krankenhäusle entsteht ein lockeres städtebauliches Ensemble.

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Stadthalle Reutlingen

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Was ist daraus geworden?

Der erste Preis hat zwar nicht die gewünschten Anforderungen an Raumbildung und Platzkanten erfüllt und für eine Philharmonie eine etwas einfache Bauform vorgeschlagen, aber finanzierbar erschien das wohl auf jeden Fall.

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