Neue RAW-Initiative gegründet!
Die schwerwiegendste Neudefinition des Bezirks ist zu befürchten!
Statt des international bekannten Publikumsmagneten RAW mit Millionen von Besuchern soll eine dumme Investorenplanung diesen wertvollen Kulturbereich ersetzen. Statt einer möglichen ergänzenden Bebauung sollen zwei Drittel des RAW beseitigt werden. Das kann nicht wahr sein!
Das Grüne Bezirksamt meint mit diesem Vorhaben einen “modellhaften Kompromiss” zur Rettung der ohnehin denkmalgeschützten Gebäudebereiche (Soziokulturelles L, SKL) erzielt zu haben. Verkehrte Welt! Und nun möchte man das Ganze noch vor der Berlin-Wahl schnell in einem Rahmenvertrag festlegen, um das als Erfolg zu feiern.
aus: PROJEKTENTWICKLUNG RAW-OST, Graft Architekten
In die parteiübergreifende Kampagne zur “Rettung des RAW” (nur des SKL durch Beseitigung von 2/3 des Geländes) passt der Terror des Eigentümers gegen die Nutzer des SKL:
Kurth Immobilien geht auf Konfrontation
- Die meisten Nutzer des Soziokulturellen-L haben keine Verlängerung der Mietverträge bekommen und sind seit dem 31.12.2025 vertragslos!
- Nun gibt es sogar Kündigungen und Räumungsaufforderungen!
- Zuvor wurden mehrfach die Mieten erhöht mit dem Ergebnis, dass bereits viele Mieter ausgezogen sind. Es gibt keine Neuvermietungen!
- Das wertvolle “Soziokulturelle-L” droht vernichtet zu werden!
- Kurth Immobilien will Wohnungsbau auf dem RAW durchsetzen!
Eigentlich ist der “Deal” aus 2019 damit Geschichte. Kuth Immoblien hat das Bebauungsplanverfahren sogar für beendet erklärt: Die riesigen Büroblocks würden nicht mehr gebraucht! Das wäre ja gut, wenn es auch zu einem Neustart der Planungen führen würde. Statt dessen möchte man zusätzlich zu den Blocks und dem Hochhaus umgehend Baurecht für Wohnungsbau auf der großen Freifläche (Weihnachtsmarkt, “Berlin Forest“). Auch in den Gemäuern des Haubentauchers (“Markthalle“) soll zukünftig Wohnen stattfinden.
Im aufgestellten Bebauungsplan sind diese Flächen Kerngebiete (MK), in denen Wohnen nur in Ausnahmen zulässig sind. Wohnungsbau auf dem RAW war stets ausgeschlossen, weil dies das Ende der Freizügigkeit der wertvollen Kulturnutzungen bedeuten würde. Auch die geforderten temporären Wohnformen (Hotel, Studiewohnen, Boardinghaus) haben ein Recht auf Nachtruhe, trotz der geplanten aufwändigen Spezialkastenfenster. Es geht offenbar um Betongold um jeden Preis. Dafür ist das RAW aber zu kostbar. Wohnen auf dem RAW erscheint – wenn überhaupt – nur am östlichen Ende nahe der Modersohnbrücke möglich und sinnvoll. Die Planungsagentur hat dazu eine Beispielanordnung veröffentlicht.
Auch wenn die riesigen Büroblocks mit Hochhaus an der Warschauer Straße nicht mehr gebraucht werden – das Spekulationsobjekt lässt sich mit Baurecht dennoch gut abverkaufen. Mehr dazu HIER
Dabei ist es den jetzigen Bestand RAW West zu betreiben, offenbar auskömmlich. Nach Schätzungen und Mieterbefragungen der Planungsagentur belaufen sich die Einnahmen aus Kaltmieten mittlerweile auf rund 2 Millionen Euro im Jahr. Das entspricht auf den Kaufpreis bezogen eine Rendite von rund 7%! Der Verwertungsdruck ist – wie stets behauptet – nicht gegeben.
Die Planungsagentur hat Kurth Immobilien einen Lösungsprozess angeboten. Nur mit einer Halbierung der Baumasse ist eine akzeptable Entwicklung möglich. Eine Beispielanordnung von baulichen Ergänzungen hat die Planungsagentur über Jahre hinweg entwickelt (Artikel unten).
Hier der Lageplan von der Präsentation von Kurth Immobilien im öff. Planungsausschuss am 08.01.2026. Der geforderte Wohnungsbau ist grün hervorgehoben. Privates Foto von Leinwand.

Das Gemäuer des Haubentauchers mit Wohnungen zustopfen?
Wohnen mitten auf dem RAW geht nur mit einer weitestgehenden Stillegung des Kulturbetriebes. Den “Haubentaucher” mit Hotel und Wohnen zuzubauen bedeutet, erst einmal alles abzureißen um die Backsteine dann wieder historisierend davor zu setzen. Wie auch immer, Wohnen mitten auf dem RAW geht garnicht!
Aus “Berlin Forest” wird Berlin-Absurdistan
Komplett mit Wohnen und Hotel ausfüllen möchte Kurth Immobilien die Freifläche, wo jedes Jahr der schöne Weihnachtsmarkt stattfindet. Ein Baublock soll sogar bis an den Kletter-Biergarten herangebaut werden. Dahinter quetschen sich Wohnblocks. Das alles geht überhaupt nicht!
Diese Entwicklung ist ein mustergültiges Beispiel einer Hinterzimmerplanung, die erst fast zwei Jahre später öffentlich wird. Nun gibt es einen Rahmenvertragsentwurf, den keiner kennen darf, aber als “Lösung” verkauft wird. Dieser soll noch vor der Wahl im September abgeschlossen werden und eine rücksichtslose und erpresserische Immobilienspekulation zum Erfolg führen, um das SKL zu retten. Der Preis ist viel zu hoch!































